Drei Jahre intensiver Ausbildung und prägender Praxiserfahrungen liegen hinter ihnen: Die Absolventinnen und Absolventen der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher (PIA3) feierten ihre Verabschiedung und den Erhalt der ersehnten Zeugnisse. Mit diesem Abschluss erwerben sie nicht nur die staatliche Anerkennung, sondern tragen fortan auch den Titel „Bachelor Professional in Sozialwesen“ – ein Meilenstein, der ihnen in Baden-Württemberg sogar die Tür zu einem anschließenden Hochschulstudium öffnet.
Schulleiter Ingo Lütjohann, Abteilungsleiterin Erika Gruber, das Lehrerkollegium sowie die Familien, Freunde und Praxisanleitungen erlebten ein feierliches Programm, das die vergangenen drei Jahre noch einmal lebendig werden ließ.
Den Auftakt des Programms machte die Klasse selbst, vertreten durch den Absolventen Benjamin Steinke, der die Abschlussrede im Namen der Klasse hielt. Er hob besonders die große Vielfalt innerhalb der Klasse hervor, in der Menschen aus völlig unterschiedlichen Berufen und Lebensabschnitten zusammengefunden und sich gegenseitig bereichert hatten.
Benjamin Steinke blickte auf die vielen praktischen Erfahrungen zurück, in denen auch viele Bildungsangebote und Projekte reflektiert wurden. Ein echtes Highlight war dabei die gemeinsame Klassenfahrt in den Schwarzwald, aber auch gemeinsame Theaterbesuche oder das eigenständige Erstellen und Aufführen eines Puppenspiels vor den Mitschüler:innen zeigten, dass Lernen im gemeinsamen Tun stattfindet. Zwar verschwieg er auch die „weniger schönen“ Seiten wie die unzähligen schriftlichen Ausarbeitungen und anstrengenden Prüfungen nicht, betonte aber stolz: „Diese Herausforderungen haben uns wachsen lassen.“ Ein kreativer Videorecap ließ die schönsten Momente noch einmal Revue passieren, bevor die Klasse dem Lehrerkollegium als Dankeschön Sonnenblumen überreichte. Benjamin Steinke schloss mit dem Appell an seine Mitstreiterinnen, mutig zu bleiben.
Im Anschluss richtete die Klassenlehrerin Jeannette Sassnick in ihrer Abschlussrede das Wort an die PIA3. Sie betonte, dass eine Ausbildung im sozialen Bereich weit mehr bedeute, als fachliche Inhalte zu lernen oder Prüfungen zu bestehen. Es gehe darum, Verantwortung zu übernehmen, eigene Grenzen zu erfahren und immer wieder neue Situationen zu meistern. Gerade im Beruf der Erzieherin oder des Erziehers spielten neben dem Wissen vor allem die eigene Persönlichkeit, Geduld und das Einfühlungsvermögen eine entscheidende Rolle. Sie erinnerte an die Höhen und Tiefen der vergangenen drei Jahre: Manche Dinge gelangen leichter, andere kosteten viel Kraft und Durchhaltevermögen. Doch genau diese Erfahrungen prägten oft am stärksten. Mit dem Erreichen des Ziels beginne nun ein neuer, verantwortungsvoller Lebensabschnitt von großer gesellschaftlicher Bedeutung, für den sie den Absolventen alles Gute, Zuversicht und gesundes Selbstvertrauen wünschte.
Den feierlichen Schlusspunkt setzte Abteilungsleiterin Erika Gruber. Sie zeigte sich sichtlich stolz darüber, dass die Zeugnisse nun bereitstehen, und hob hervor, dass die Klasse viele sehr gute Ergebnisse erzielt habe. So erhielten Corinne Link (schulischer Abschluss der Erzieherinnenausbildung), Benjamin Steinke und Alissa Pongelli einen Preis für sehr gute Leistungen und Angelina Hiener erhielt ein Lob für gute Leistungen. Im Anschluss verabschiedete Erika Gruber die Absolventinnen und Absolventen mit den besten Wünschen für ihre Zukunft, in der sie nun Kinder gut und sicher in Richtung Zukunft begleiten werden.