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Roboter und Hüftprothesen


Einmal in einen Betrieb reinschnuppern, den Bogen von Theorie zu Praxis schlagen – das war das Ziel der Betriebsbesichtigung bei der Firma Aesculap AG in Tuttlingen. Am 14.02.2019 konnte die Klasse WG1a der Nell-Breuning Schule Rottweil Einblicke in die Produktion und Logistik dieses weltweit führenden Unternehmens im Bereich der chirurgischen Instrumente erhalten.
 
„Ich wünsche Ihnen, dass Sie nie Kunde unserer Produkte werden müssen. Wenn doch, seien Sie versichert, dass Sie dann in guten Händen sind.“ Mit diesem Worten begrüßte uns Bernd Hermle, Leiter des Logistik-Zentrums der Aesculap AG. Und dann ging es auch schon los. Zunächst wurden die Schülerinnen und Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt, um durch die Innovation Factory geführt zu werden. Hier werden in vollautomatischen Produktionsstraßen Container für chirurgische Geräte hergestellt. Dabei steht neben der hohen technischen Präzision natürlich die Qualität im Vordergrund. Sehr anschaulich wurden den Schülern die Produktions- und Qualitätssicherungsschritte erklärt: Vom Metall als Rohstoff hin zum versandfertigen Produkt.
 
Danach ging es in das Logistik-Zentrum, das für den weltweiten Versand der Produkte zuständig ist. „Wir haben im Schnitt 4.500 Lieferungen und 15.000 Lagerbewegungen am Tag. D.h. alle 3 Sekunden wird ein Artikel ein- oder ausgelagert.“ Herr Hermle erklärte das ausgeklügelte System des vollautomatischen Hochregallagers: „Unsere Fördereinrichtungen müssen in der Lage sein, sehr kleine Artikel wie OP-Klemmen aber auch sehr große wie komplette Operationssets zu transportieren.“ Die Schüler beeindruckte auch die Vielfalt der rund 30.000 vorrätigen Artikel: Von OP-Scheren im Wert von 20 EUR, über Knochensägen und Endoskope, bis hin zum 100.000 Euro teuren 3D-Kamera-System für den Operateur.
 
Abgerundet wurde die Führung mit einer Präsentation der Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei der Aesculap AG und anschließender Fragerunde.
 
„Insgesamt war es eine abwechslungsreiche und spannende Führung. Die Schüler konnten die Fertigung und Logistik hautnah miterleben. Das sind Eindrücke, die im normalen BWL-Unterricht nicht vermittelt werden können“, so der begleitende Klassenlehrer Joachim Bauer.
 
Das Bild zeigt die Klasse WG1a mit ihrem Klassenlehrer Joachim Bauer und Bernd Hermle, dem Leiter der Logistik, sowie dessen Stellvertreter Jens Böhne.