Nachricht

Verkehrssicherheitstage an den Rottweiler Berufsschulen




Junge Fahrer seien laut Jürgen Stöhr vom Polizeipräsidium Tuttlingen im Straßenverkehr besonders gefährdet. Nach wie vor sei die Altersgruppe der sogenannten Jungen Fahrer (18 bis 24 Jahre) überdurchschnittlich häufig am Unfallgeschehen beteiligt. Obwohl sie nur einen Bevölkerungsanteil von etwa neun Prozent ausmachen, verursachen junge Fahrer jeden fünften Pkw-Unfall mit Personenschaden. Fehlende Erfahrung und Ablenkung durch beispielsweise Handys seien die Hauptursachen und genau hier setzen die Verkehrssicherheitstage der Verkehrsprävention an. Und wenn diese Tage „nur einen Verkehrstoten verhindern, sind sie sinnvoll investierte Zeit“, sagte Ulrich Effenberger, der 2. Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Rottweil, in seiner Begrüßungsansprache.

Rund 340 Schülerinnen und Schüler aus 16 Klassen der verschiedenen Schulformen erhielten die Gelegenheit, an den unterschiedlichsten Stationen ihre Reaktionsschnelligkeit, ihr Sehvermögen und ihr Verhalten in Fahrsimulatoren zu testen. In kurzweiligen Vorträgen wurden sie über die Gefahren im Straßenverkehr gerade in Bezug auf ihre Situation als ungeübte Fahrer sowie zum Thema Sucht aufgeklärt. Beim DRK konnten sie einen Blick in einen Rettungswagen werfen und Erste-Hilfe-Maßnahmen unter Zuhilfenahme eines Defibrillators durchführen, natürlich nur an einer Reanimations-Übungspuppe. Schließlich konnten die Schülerinnen und Schüler Unfallsituationen im Überschlagssimulator oder im Gurtschlitten hautnah miterleben. So wurde ihnen vor Augen geführt, wie wichtig ein gut sitzender Sicherheitsgurt ist. Auch die Erfahrung, welche Kräfte bereits bei einem Aufprall mit 15 km/h auf den Körper wirken, sorgten für das eine oder andere Aha-Erlebnis und werden sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Neben Polizei, DRK, AOK, Fachstelle Sucht Rottweil und Gesundheitsamt trugen vor allem die ehrenamtlichen Vertreter der Kreisverkehrswacht Rottweil mit zahlreichen Stationen zu der erfolgreichen Veranstaltung bei. So organisierten und finanzierten sie vor allem die Stationen Überschlagsimulator, Gurtschlitten, Gurt-/Aufprallsimulator, Fahrsimulatoren und Rauschbrillenparcours.

Dass das Angebot der Verkehrsprävention von den Schülerinnen und Schülern dankbar angenommen wurde, zeigte sich in der aufmerksamen Teilnahme, aber auch in der Tatsache, dass sich viele Schülerinnen und Schüler für diesen Tag bedankten. Auch die Kolleginnen und Kollegen beider Schulen sind sowohl allen Helfern dankbar, als auch der Organisatorin Beate Klinger, Verkehrsbeauftragte der Nell-Breuning Schule, sowie Tobias Lösing, Lehrer an der Erich-Hauser-Gewerbeschule. Und weil das Fazit sehr positiv ausfiel, hoffen alle Beteiligten der beiden Schulen auf die fachkundige und engagierte Unterstützung bei den nächsten Verkehrssicherheitstagen an den Rottweiler Berufsschulen in zwei Jahren.